anGEdacHt im Monat April 2006

Woran denken wir, wenn wir an Ostern denken?
Was fällt uns denn zuerst ein?

Also wenn ich so in die Medien oder in den Supermarkt schaue, dann fallen einem ja bereits Ende Februar die Osterhasen und Eier entgegen. Dabei gab es doch zuletzt noch Weihnachtsmänner und Pfefferkuchen.
Kaum sind diese aus dem Regal, schon stehen wenige Wochen später die Schokohasen und die süßen Eier im Regal.
Was haben die mit den Weihnachtsmännern gemacht? Der schnelle Wechsel erweckt den Eindruck, aus ‚Alt mach Neu’ bzw. ‚aus Weihnachtsmann mach Osterhase’. Einfach umschmelzen und Ostern ist fertig.
Sicher wird es nicht so gemacht. Aber es scheint in unserer erlebten Gesellschaft fast alles zu sein, was Ostern ausmacht. Schokohasen und Eier...
Ja halt, warum eigentlich Eier, es könnten ja auch Nüsse, andere Früchte oder sonstwas sein?
Nein Eier ...
Und das hat einen Grund.
Eier enthalten, sofern sie befruchtet sind und wir sie nicht essen wollen, neues Leben.
Da wächst z.B. ein kleines Kücken drin auf. Da entsteht Leben.
Nur was hat das mit Ostern zu tun, dem Fest der Süßigkeiten und des Konsums.
Doch halt, da war doch was. Da war ja Jesus Christus, der an einem Freitag gekreuzigt wurde. Und was folgte dann?
In folgender Erzählung verbirgt sich die Antwort.

Der Tag, an dem Philip in die Gruppe kam
Er war neun Jahre alt und ging in eine Sonntagsschulklasse von Achtjährigen.
Achtjährige können sehr grausam sein.
Die Drittklässler hießen Philip in ihrer Gruppe nicht willkommen. Nicht nur, weil er älter war. Er war „anders“.
Philip war mongoloid; er hatte das Down-Syndrom mit seinen offentsichtlichen Merkmalen: der charakteristischen Gesichts- und Augenform, einem verlangsamten Reaktionsvermögen und verschiedenen Symptomen von Entwicklungstörungen.
Eines Sonntags nach Ostern brachte der Sonntagsschullehrer ein paar Plastikeier mit, die sich in der Mitte öffnen ließen. Jedes Kind bekam eines dieser Eier.
An diesem wunderschönen Frühlingstag sollten die Kinder nach draußen gehen und jedes für sich Symbole für „neues Leben“ suchen und diese in ihre Eier legen. Dann sollten die Kinder zurückkommen, ihre Eier öffnen und den anderen ihr Symbol für „neues Leben“ erklären.
Mit großer Begeisterung machten sich die Kinder an die Arbeit.
Nach erfüllter Aufgabe scharten sie sich um den Sonntagsschullehrer und legten ihre Eier auf den Tisch. Der Lehrer begann, sie eines nach dem anderen zu öffnen.
Ein Kind hatte eine Blume gefunden. Alle Kinder freuten sich über das schöne Symbol für neues Leben.
In einem anderen Ei befand sich ein Schmetterling. „Wunderschön“, sagten die Mädchen. Und einem Achtjährigen fällt es wirklich sehr schwer, „wunderschön“ zu sagen.
In dem nächsten Stein lag ein Stein. Einige Kinder lachten.
„Das ist verrückt!“ sagte eines der Kinder. „Wie kann ein Stein ein Symbol für ‚neues Leben’ sein?“
Sofort meldete sich ein kleiner Junge zu Wort und sagte: „Das gehört mir. Ich wußte, dass alle anderen Blumen, Blätter, Schmetterlinge und so etwas suchen würden, darum habe ich einen Stein hineingetan, um etwas anderes zu haben.“
Der Lehrer öffnete das letze Ei. Es war leer.
„Das ist nicht fair“, beschwerte sich jemand. „Das ist aber blöd“, sagte ein anderes Kind.
Der Lehrer spürte, wie jemand an seinem Hemd zupfte. Es war Philip. Er sah zu ihm auf und sagte: „Das gehört mir. Ich habe das extra gemacht. Ich habe neues Leben, weil das Grab leer ist.“
Von diesem Tag an gehörte Philip zur Gruppe. Die anderen Kinder hießen ihn willkommen. Das, was ihn anders machte, wurde nie wieder erwähnt.
Philips Familie wußte, dass ihm kein langes Leben beschieden sein würde; zu vieles stimmte mit seinem kleinen Körper nicht.
In diesem Sommer bekam Philip eine Infektion und starb.
Am Tag seiner Beerdigung wurden die achtjährigen Jungen und Mädchen mit der Realität des Todes konfrontiert. Sie zogen am Sarg vorbei – ohne Blumen.
Neun Kinder legten zusammen mit ihrem Sonntagsschullehrer eine Liebesgabe auf den Sarg ihres Freundes – ein leeres Ei.
[nach einer wahren Begebenheit]
Paul Harvey
Aus: Alice Gray: Ein Lied in der Nacht: Schulte & Gerth; Asslar, 2003

„Ich habe neues Leben, weil das Grab leer ist.“
Das sagt ein behindertes Kind, glaubt man doch, dass diese zum Denken nur bedingt fähig sind.
Aber genau da liegt der Punkt.
Ich muss nicht tausend Worte machen,
ich muss nicht jahrelang studieren,
ich muss nicht Wochen darüber philosophieren.
Ich kann mit wenigen Gedanken erfassen, was da an Ostern passiert ist.

Der menschgewordene Gott - Jesus Christus, der von keiner Sünde wusste, nimmt mein Versagen, meine Schwäche, meine Krankheit und meine Fehler auf sich.
ER trägt mit und ER vergibt.
Täte er es nicht, gäb es keinen Weg, der zu Gott führen könnte.
Und er steht auf von den Toten, ja er besiegt den Tod.
Nicht einmal der Tod kann Jesus aufhalten.
Nicht einmal der Tod kann verhindern, dass Jesus uns neues Leben anbieten kann.
Dieser Jesus ist nicht klein zu kriegen
Stünde er nicht vom Tod wieder auf.
Wäre er nicht der Auferstande Jesus Christus,
dann gäbe es kein neues Leben, weder hier auf Erden als neuer Mensch,
noch in Ewigkeit bei Gott.
Denn genau das macht neues Leben aus, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist.
Dann gäbe es auch kein Ostern, besonders keinen Ostersonntag.
Keine Osterhasen, keine Ostereier, kein Symbol für Neues Leben.
Denn es gäbe kein Neues Leben.
Weil aber all das die Wahrheit ist, darum feiern wir Christen dieses Fest, als das größte des Jahres.

Wenn wir an diesen Jesus Christus glauben, dann haben wir mit IHM den Sieg über Sünde und Tod.
So sagt die Bibel:
Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Woran glaubst du?


Euer Matthias