anGEdacHt im Oktober 2006
Man stelle sich Folgendes vor:
Monatgabend, endlich wieder zum Volleyballtraining fahren; letzte Woche konnte ich ja nicht – da war ich nicht da. Aber diese Woche, ... ich komme mit dem Auto um die Ecke gefahren, mir Zucken schon die Muskeln.
...mhm, heute noch kein Licht in der Halle? Naja, vielleicht sind alle noch beim Umziehen.
Ich steige aus dem Auto und merke nach einigen Versuchen, dass die Tür verschlossen ist.
Nach einigen Minuten warten,...
...gehe ich voller Frust wieder, denn es kommt keiner.
Szenenwechsel...
Gleiche Woche, diesmal nur eben Freitag. Neulich hatten mich meine neuen Volleyballkollegen zu einem weiteren Training freitags, in eine andere Halle, eingeladen.
Von Arbeit haue ich diesmal überpünktlich ab, um nicht gar so spät zu kommen.
Nach längerem Suchen (es war dunkel und die Halle lag in einem mir unbekannten Stadtteil), bin ich endlich da.
Und ja, da ist Licht an, ...auch höre ich das drinnen einige Volleyball spielen.
Nur wo ist hier die Tür? Mit großen Umwegen finde ich sie, der Anbau an eine Schule erschwert mit hierbei die Suche.
Ich klopfe, ....
...und klopfe,...
...ich klopfe lauter, ...diemal mit der Faust...
Ich höre drin einige Leute Volleyball spielen, aber keiner nähert sich der Tür.
Ich klopfe, oder besser schlage weiter gegen die Tür.
Suche andere Türen um diese mit meinem aufkommenden Frust zu quälen.
Aber nirgends eine Reaktion.
Die Sportsfreunde drinnen können mich nicht hören.
Nach einer Viertelstunde, gehe ich frustriert und entnervt mit schmerzenden Händen zurück zum Auto.
Ey das frustriert, da freust du dich aufs Training und es ist keiner da.
Da nimmst du das nächste Training in Angriff, dein Ziel zum Greifen und Hören nah und kommst nicht rein.
Da verabredest du dich mit jemandem und er kommt auch nach längerem Warten nicht.
Da hast du ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung oder einen Job, Und das Treffen ist der totale Reinfall.
Da kaufst du dir ein neues Gerät und den Herstellern ist ein Produktionsfehler unterlaufen.
Da hast du endlich eine Hose oder ein Pullover gefunden, der wirklich schön aussieht und zu Hause merkst du, ...Mist doch zu klein, der fiel im Geschäft irgendwie größer aus...
Die Liste ist, glaub ich, unendlich erweiterbar.
Fast täglich erleben wir Situationen, aus denen wir deprimiert herausgehen und die unseren Tag und unser allgemeines Wohlbefinden nicht gerade verschönern, ...ja die regelrecht „zum Kotzen“ sind.
Hier drängt sich unweigerlich die Frage auf: Worauf oder auf wen kann man sich den heute noch verlassen. Wer hält das, was er verspricht? Wo stehe ich nicht nur vor verschlossen Türen.
Vor etwa acht Jahren habe ich mir ganz ähnliche Fragen gestellt. Beziehungstechnisch ging es in meinem Leben gerade ziemlich bergab, um nicht zu sagen, dass ich mich im Freien Fall befand.
Eine Ausbildung konnte ich irgendwie auch nicht finden. Mein Leben war schlicht weg planlos und nicht gerade mit Höhepunkten bespickt.
Eine Situation, in der sich dringend was ändern musste.
Eine Situation, in der sich Jesus mir persönlich vorstellte.
Und ich mich Jesus, mit allem, was ich war.
Es gab mit einem netten Menschen quasi ein Vorstellungsgespräch. Eins, welches, ich kann es bezeugen, gewiss kein Reinfall war. Der Chef, nämlich Gott persönlich, hat mich aufgenommen.
Aufgenommen in eine Ausbildung zum Christen.
In diesem Gespräch bin ich auf keine geschlossenen Türen getroffen, ich musste auch gar nicht klopfen, die Tür stand offen. Das hoffnungsvolle Lebensspiel, dass ich bei Anderen sah, stand auch für mich offen.
Und nun, acht Jahre später? Gewiss, es kommt vor und ich stehe vor verschlossener Hallentür oder es kommt erst gar keiner zum Training.
Aber mein Leben hat sich enorm geändert. Da ist jetzt wirklich „Leben drin“. Mittlerweile habe ich zwei Ausbildungen gemacht und arbeite mit Straßenkindern- und Jugendlichen beim CVJM.
Mittlerweile bin ich auch „glücklichst“ verheiratet.
Mein Leben hat Perspektive gewonnen.
Klar könnte man sagen, alles Zufall und richtig, es gibt auch Menschen, die ohne Gott irgendwie glücklich sein können.
Ich, für meinen Teil, schreibe dies aber alles Gott zu, an ursprungslose Zufälle glaube ich nicht.
Ich glaube, Jesus selbst hat mir die Tür zum Leben geöffnet, sein Tod und seine Auferstehung versprechen echtes Leben. Und das kann jeder erleben, der sich darauf einlässt.
Ich bereue keinen Schritt, auch wenn sicher jetzt in meinem Leben nicht alles perfekt ist, persönlich mich solche Sachen wie das mit der Sporthalle dennoch frustrieren können und ich Fehler mache,
... denn, wie oben beschrieben, hat mich Gott in eine Ausbildung aufgenommen. Und diese ist lebenslang. Mit Christ-Werden und Christ-Sein, lerne ich nie aus. Mit dem Kennenlernen, wie Jesus ist, auch nie.
Aber das Lebensgefühl, meine Lebenseinstellung, ist eine völlig andere.
Hast du es satt, in deinem Leben ständig vor verschlossen Türen zu stehen?
Frisst der Frust dich allmählich auf und jagt eine Enttäuschung die Nächste?
Jesus sagt: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ 1
Und an einer anderen Stelle heißt es: „Ich bin die Tür, wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“2
Weide bedeutet frischen Gras, ja Leben in voller Genüge.
Nimm die Einladung an und ich verspreche Dir über kurz oder auch länger wird sich einiges in deinem Leben ändern.
Gott segne Dich!
Liebe Grüße
Dein Matthias
1(Matthäus-Evangelium 7.7 nach Luther (S. 10 neues Testament))
2(Johannes-Evangelium 10.9 nach rev. Elberfelder Luther „...der wird selig werden.“ (S.124 neues Testament))