anGEdacHt im Mai 2007
Gedankengänge zu einer Beobachtung: [von Franziska Roßbach]
Vor ein paar Wochen, ist mir ein Bild besonders aufgefallen:
Ein kleines Kind war mit seiner Mami auf den Weg zum Spielplatz. Dabei sprang es neben seiner Mama ständig auf und nieder, untersuchte die Umgebung und zog seine Begleitperson förmlich zum ersehnten Ziel. –Es konnte dem Kleinen nicht schnell genug gehen!
Dort endlich angekommen,...
...tobte sich das Kind voll aus. Es war total verrückt nach der Rutsche, wo die Mami dann die ganze Zeit unten stehen musste, um den Kleinen aufzufangen. Dann ging es zur Schaukel, wo die Kleine kreischend die Beine in die Luft streckte, während Mama es anschubste. Dann auf zum Sandkasten, wo Kuchen gebacken wurde...
Später am Abend, war das Kind total müde und musste sogar die letzten Meter nach Hause getragen werden, wo es schließlich auf dem Rücken der Mutter einschlief...
Als ich mir das so vorstellte, bemerkte ich, dass es uns so oft genauso geht. Mit unserem himmlischen Vater. (Gott)
Wir sehen unser eigenes kleines Ziel vor Augen und um es zu erreichen, kann es uns gar nicht schnell genug gehen! – Dabei scheint uns Gott manchmal fast zu behindern (ist „zu langsam“).
An unserem Ziel angekommen, geben wir ALLES! Wir fühlen uns voll gut dabei! Ohne das uns auffällt, dass der Antrieb, der Schutz und das Gelingen eigentlich alles von unserm Schöpfer kommt!
Die Kleine fühlte sich sicher auch echt mutig, die Rutsche runter rutschen zu können und beachtete seine Mutter nicht. Auch die Tatsache, dass seine Mami ihn beim Schaukeln anschubste, dass er so hoch hinaus schaukeln konnte, war ihm sicher nicht bewusst und das die Kuchen so toll gelangen, na, da war die Mama sicher auch nicht unbeteiligt...
Wie oft loben wir uns selbst und sagen „Gott?! Den kann ich bei der Sache hier nicht gebrauchen, dass schaff ich alleine!“
Erst, wenn wir nicht mehr weiter kommen, der Weg zu lang wird, wir kraftlos, antriebslos und müde werden, erinnern wir uns wieder, dass es da ja noch unseren Vater gibt, der die ganze Zeit da war und nehmen seine Hilfe BEWUSST an.
Ist das nicht eigentlich voll ungerecht?!
Ja ist es!
Doch – Gott sei Dank! – dieser himmlischer Vater kennt uns genau! Er hatte die ganze Zeit alles im Überblick und lächelte uns an. Er kennt den Weg und hat immer Kraft!
„Danke Gott, dass du uns immer trägst und dir der Weg nie zu weit wird!“
Du hast alles im Blick!
Amen.