anGedacHt im November 2007

Neulich bin ich auf ein Bibelvers gestoßen, der mich mächtig zum Nachdenken brachte.
Da heißt es:
"Wer das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt."1

Krasses Wort, ...früher war ich immer der Meinung, ich kann nur was falsch machen, wenn ich etwas tue...
Wenn ich etwas tue, ...und mir z.B. ein Fehler unterläuft oder so.
Aber nicht nur dann mache ich etwas verkehrt, sondern auch dann, wenn ich das Gute nicht vollbringe, ...das mir womöglich noch vor den Füßen liegt.
In den deutschen Gesetzbüchern nennt man das "unterlassene Hilfeleistung".
Wenn ich quasi an einem Verkehrsunfall vorbeifahre ohne 1.Hilfe zu leisten, dann kann ich, laut Gesetz, dafür bestraft werden.
Ich werde also bestraft für etwas, was ich nicht getan habe.
Klingt paradox, ist aber logisch.
Wenn ich nur an mich selbst und vielleicht meine knappe Zeit denke -
Wenn ich daran denke, dass ich mir eventuell die Finger dreckig machen könnte, ...ganz zu schweigen von den Klamotten, -
Wenn ich nur daran denke, einen Fehler zumachen,
aber nicht an die Person/en oder die Situation denke, in der ich irgendwie helfen könnte,
dann sollte das schon geahndet werden.
Soviel soziales Verständnis kann man von jedem Menschen verlangen.

Wir sehen also, ...in jenem Punkt ist unser Gesetz sogar biblisch.

Klar können Fehler passieren, aber ich habe wenigstens alles versucht und muss mir keine Vorwürfe machen, oder anhören.
Und mal ehrlich, Hand aufs Herz, wie fühlt es sich denn an, wenn ich wirklich helfen konnte?
Da muss von niemandem ein Lob kommen; meine Hilfe war da und angebracht.
Ein oft anschließendes "Dankeschön" ...geht doch dann runter wie Öl.
Und Gott hat außerdem seine helle Freude dran!
Und so können wir auch JESUS dankbar sein, dass er Seine Hilfe an uns nicht unterlassen hat.
Sein Tod und seine Auferstehung sprechen uns frei von aller Schuld - das war das Beste, was ER für mich tun konnte und wollte.

Was ist das Beste, das wir tun können?

In diesem Sinne wünsche ich uns einen wachen Verstand und Freude beim Helfen/Tun des Guten.

Euer Matthias

1Jakobusbrief Kapitel 4, Vers 17


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