anGEdacHt im Juni 2008
Plötzlich rutscht der Bergsteiger aus und kann sich gerade noch an einem winzigen Felsvorsprung festhalten. Als seine Kräfte nachlassen, blickt er verzweifelt zum Himmel und fragt: "Ist da jemand?"
"Ja."
"Was soll ich tun?"...
..."Sprich ein Gebet und laß los."
Der Bergsteiger nach kurzem Überlegen: "Ist da noch jemand?"
Wer kennt das nicht, in einer Notsituation feststecken und die Frage stellen, ...Gott wenn es dich doch gibt, ...hilf mir!
Irgendwie ist diese Frage aber meist nur obligatorisch, erleben betroffene Menschen Hilfe, ist alles sofort unglaubwürdig.
In der Bibel fordert uns Jesus aber regelrecht auf uns in Notsituationen an ihn zuwenden. So sagt er:
„Kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“
(Matthäus 11.28)
Was will uns Jesus damit konkret sagen?
Ich denke drei Dinge:
1. Mühselig und beladen... "vollgepackt mit vielen Sachen, die das Leben schwerer machen, hinein in..."
Bin ich beladen, mit Stress in der Schule, Prüfungen, ...Angst vor dem, was danach kommen könnte, oder auch nicht?
Beladen mit Verantwortung und Herausforderungen im Beruf?
Beladen mit Erwartungen im privaten Leben, von Eltern oder Partner?
Beladen mit Verletzungen, Frust, Wut oder Schuld?
So viel Last kann echt mühselig machen. Das macht uns langsam, schwerfällig und nicht gerade immer fröhlich ...unsere Seele hat sooo viel Mühe.
Und Vieles ist sicher berechtigt.
Doch müssen wir alles ganz allein herumschleppen?
Ganz klar, Jesus sagt: "Nein"
Denn hier kommt die zweite Sache.
Kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid...
Sich nicht im Kreis drehen und erst recht nicht um sich selbst.
Unsere Klagen geben wir in Jesu Richtung.
Und was dann? Interessant ist, dass hier nicht steht "und alle Mühe, Schwierigkeiten und Lasten verschwinden oder sind kein Problem mehr".
Nein, ...aber Jesus will unsere Mühseligkeit umwandeln - das wäre dann Punkt drei -
er will uns erquicken.
Im Lexikon steht da als Definition:
"erfreuen, erfrischen, ergötzen, erlaben, laben, genießen, stärken"
Also nicht nur, eine geringfügige Verbesserung meiner Situation.
Nein, erquicken meint den puren Genuss. Aus Frust kann Lust werden, aus Mühseligkeit, Erfrischung.
Na wenn das kein Angebot ist...
Wie gesagt, Herausforderungen und Schwierigkeiten bleiben, aber bei Jesus wird unser Blick auf diese Dinge anders.
Sein Erquicken macht uns Mut, nicht aufzugeben.
Also, ...let's go to Jesus!
In diesem Sinne
Euer Matthias